Bericht und Bilder von Sabine Frick

Es war wieder so weit, am 9. September konnten wir 16 interessierte Kinder im Rahmen des Schülerferienprogrammes des OGV begrüßen.

„Schmeckt anders- schmeckt besser“ so die allgemeine Meinung unserer jungen Teilnehmer nach dem ersten Verkosten des selbst hergestellten Presssaftes aus heimischen Apfelsorten.

Und Spaß gemacht hat es auch noch, aber der Reihe nach…

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Alles war bereits gut vorbereitet, die Äpfel lagen in Holzkisten, die Saftpresse war bereits startklar und für jedes Kind gab es einen Arbeitsplatz mit Brett und Messer zum groben Teilen der Äpfel.

Aber die Äpfel fallen ja nicht von selber in die Kisten, das wussten einige Kinder bereits die schon auf den Streuobstwiesen der Großeltern mitgeholfen hatten. Alle bekamen die Gelegenheit den Rollblitz auszuprobieren, ein Drahtkorb mit Stiel, der über die Wiese geschoben die Äpfel in seinem Inneren sammelt. Rudolf hat assistiert und alle durften der Reihe nach rollern und die so erhaltenen Äpfel in den Sammelbehälter entleeren.

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Rudolf erläuterte auch, dass es dieses Jahr durch die Trockenheit nur wenige Äpfel gäbe und diese oft durch den Apfelwickler befallen seien.

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Auch sei er selber gespannt, ob die 3 Kisten Äpfel überhaupt so viel Saft ergeben würden, wie in den vergangenen Jahren. Um überhaupt an den leckeren Saft zu gelangen, sei es wichtig, die Äpfel zunächst über die Walze in kleine Stückchen zu zerkleinern und dann zu pressen.

In einem großen Zuber wurden die Äpfel erst einmal rundum im Wasser gewaschen 

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und dann ging es an die Tische zum Zerkleinern.

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 Schon in den Kisten viel auf, dass es verschiedene Apfelsorten waren, die uns Rudolf zur Verfügung gestellt hatte. Ein schöner dunkler, roter Apfel der sogenannte Rote Herbstkalvill der im Inneren weiß ist und rote Streifen hat. Dieser Apfel ist schon seit 1565 in unserer Gegend bekannt, wie Rudolf erläuterte. Dann gab es noch die gelbe längliche Apfelsorte mit dem lustigen Namen Schafsnase, weil er eben dieser ein bisschen ähnelt. Am leckersten (denn natürlich konnte auch ein wenig probiert werden, während dem Schneiden) war aber der Göppinger Musch, ein sehr großer Apfel und ebenfalls eine seltene regionale Streuobstsorte.

GP Musch

Dieses Jahr verbarg sich die ein oder andere Überraschung im inneren der Äpfel. Strunk und Stiel und Kerngehäuse, gar kein Problem, darf alles mit in die Presse, aber Würmer, nein danke!  Da musste sauber nachgearbeitet werden beim Schneiden, oder der Apfel landete gleich im Komposteimer.

Endlich war die erste Trichterladung mit Äpfeln gefüllt und es durfte reihum gekurbelt werden. Ganz schön schwer für die Kleinen, aber die Größeren haben geholfen.

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Dann kam der Umbau zum Pressen mit der hydraulischen Handpresse, der von allen interessiert verfolgt wurde. Und dann endlich die ersten Tropfen vom selbst hergestellten Saft. Die ganze Prozedur dann immer wieder von neuem und am Ende ergab sich doch genügend Saft, so dass die mitgebrachten Flaschen alle gefüllt werden konnten.

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Und geschmeckt hat er eben doch anders, besser, weil selbstgemacht, da waren sich alle einig.

 

Ein großes Dankeschön an die teilnehmenden Kinder, die interessiert und aufmerksam bei der Arbeit waren und sich gegenseitig unterstütz haben. Den beteiligten Helfern des OGV und ganz besonders Karl Weil, der es uns wieder ermöglicht hat, den Nachmittag bei der Feuerwehr zu verbringen, und allen teilnehmenden Kindern und Helfern zum Abschluss noch eine leckere Rote Wurst grillte.

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